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Monday, 02. December 2002

Niederländische Spione ausspioniert

[Backdoors in dutch survillance equippment]

Die Überwachungsausrüstung des niederländischen Geheimdienstes und rund die Hälfte der Ausrüstung der dortigen Polizei ist unsicher. Informationen über abgehörte Telefonate oder Internetverbindungen können über Hintertüren nach außen dringen, nämlich nach Israel, berichtet die niederländische c't und beruft sich dabei auf informierte Kreise im niederländischen Geheimdienst.

Die Lücken sollen von der Firma eingebaut worden sein, die die Systeme installiert hat: Verint mit Sitz in Israel. Das Unternehmen hieß bis vor einem halben Jahr Comverse-Infosys. Es sei schnell umbenannt worden, nachdem die Ermittler des FBI der Firma auf die Spuren gekommen sei. Einige Mitarbeiter von Verint seien wegen "E-Spionage" inhaftiert worden.

Dabei hätte die niederländische Regierung gewarnt sein können, denn schon vor drei Jahren soll sie Hinweise auf mögliche Hintertüren bekommen haben und auch die niederländische c't wies im Juni 2001 auf das Problem hin. Aufgedeckt worden seien die Missstände im Zusammenhang mit dem Gerichtsverfahren gegen den Vorsitzenden des kurdischen Exilparlaments Huseyin Baybasin, der aufgrund von Informationen beschuldigt worden sei, die die türkischen Behörden von israelischen Stellen bekommen haben und die wiederum vom niederländischen Geheimdienst stammen sollen. [heise]
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