Tuesday, 22. July 2003
Re: "Googlepol"
Hallo Liste,
Monday, July 21, 2003, 8:49:27 PM, Sven Ã&156;belacker wrote:
..
wenn du die zensurma=DFnahmen bei google.de meinst, kannst du auf die=20
internationale google-seite gehen:
Ja, noch. Aber vermutlich nicht mehr lange (oder nur durch Ein-
satz entsprechender "UmgehungsmaÃünahmen"}. Das Hauptproblem da-
bei ist imo nicht einmal die Regulierung selber, sondern die
nicht transparente Realtitaetsverschiebung. Klingt trivial, ist
es aber leider nicht. Die digitale Realitaet vieler Mitmenschen
schaut dann doch noch anders aus, als die derer, die auf Mai-
linglisten ueber Infowar und Informationsfreiheit diskutieren.
http://www.google.com/intl/en
google.com allein leitet auf die deutsche zensierte seite.
Und zwar in Abhaengigkeit von IP, Cookies und Spracheinstellung
des Browsers (in der Reihenfolge). Inzwischen scheint die IP-
Datenbank fuer Deutschland recht komplett, das war vor ein paar
Monaten noch anders.
Auch die Entwicklung im Bereich Netzregulierung/"Jugendschutz"
ist in diesem Bereich leider recht eindeutig, im Grunde rea-
giert Google hier nur. Die neue Bertelsmann-Studie spricht wohl
abermals von einer "bedeutenden Portalfunktion", entsprechend
hoch ist der (zu erwartende) Druck. Man erinnere sich an die
Stoppwortlisten [1] zur Filterung boeser Dinge (Die eigentlich
so gar nicht funktionieren [2]([3]) und urspruenglich ein Teil
der Strategie der Suchmaschinenbetreier gegen Indexspammer wa-
ren - bis jugendschutz.net sich eigennuetzig als "Vermittler"
im Kampf gegen den Schmutz anbot ..) oder die Erwaehnung von
Suchmaschinen als potentielles Ziel fuer Sperrungsverfuegung
in NRW [4]. Suchmaschinen sind seit geraumer Zeit ein primae-
rer Ansatzpunkt fuer Netzregulierer.
Im kleinen Buechlein "Transparenz im Netz - Funktionen und De-
fizite von Internet-Suchmaschinen" (Marchel Machill, Christoph
Neuberger, Friedemann Schindler (jugendschutz.net), erschienen
im Verlag Bertelsmann Stiftung, 2002), finden sich auch recht
konkrete Vorschlaege, wie man Suchmaschinen "regulieren" kann,
vergleichsweise smart formuliert, aber dennoch recht eindeutig.
Nunja, und wenn sich nun Machill, als Projektleiter Medienpoli-
tik der Bertelsmann Stiftung bekennender Regulierer [5], sich
im Spiegel und in der SZ besorgt gibt, finde zumindest ich per-
soenlich das auch ein wenig befremdlich und gerade zu ironisch
- so wahr die gemachten Aussagen einzeln natuerlich auch sind.
Letztendlich geht es hier doch um die Verteilung des grossen
Kuchens, der SZ-Artikel arbeitet das auch schoen raus, und von
dem haetten halt auch die Bertelsmaenner gern ein bisschen.
Wenn Machill von Monopolen und Gefahren spricht, sollte er auch
einmal kritisch die Netzpolitik der kommerziellen Bertelsmann-
Angebote hinterfragen. Da diskutiert man auf der eine Seite ueber
Kinder- und Jugendschutz, baut auf der anderen aber GZSZ-/SMS-/
Klingeltonseiten, die sich untereinander im Kreis verlinken, zu-
dem keine oder kaum Links in die Aussenwelt bieten, und blockiert
(so war auf der Suchfibel.deListe zu lesen) sogar noch aktiv
alternative (nicht kommerzielle) Angebote wie www.blinde-kuh.de.
MfG
Olaf
[1] http://www.heise.de/newsticker/data/jk-12.07.02-007/
[2] Schon aelter, inzwischen auch korrigiert: Ein Vorzeigeprojekt,
die "behindertengerechten, phonetischen Suchmaschine mit wirk-
samem Kinderporno- und Hardcorefilter" witch.de:
http://preview.fx3.de/odem/witch/020716_witch_kindersex.jpg
http://preview.fx3.de/odem/witch/020716_witch_abspritzen.jpg
oder
http://preview.fx3.de/odem/witch/020716_witch_gaskammer.jpg
http://preview.fx3.de/odem/witch/020716_witch_gaskammern.jpg
bzw. http://preview.fx3.de/odem/witch/ ..
[3] http://cyber.law.harvard.edu/people/edelman/google-safesearch/
Naechster Level dann ICRAplus
http://www.heise.de/newsticker/data/anw-11.07.03-002/
[4] http://odem.org/material/verfuegung/, Seite 10 unten.
[5] ¬»Die Internet-Entwicklung gibt ihm [dem Internet-Nutzer]
unweigerlich die Kontrolle darúber, welche Informationen und
Inhalte ihn wann und wie erreichen. Das neue Medium ist nicht
mehr auf Vermittler wie Verlage, Sender, Zeitungen oder die
Musikindustrie angewiesen. Im Internet wird eine 'Massenkom-
munikation' von Individuum zu Individuum möglich. Auf diese
Entwicklung hin zur Nutzerkontrolle sind wir bisher nicht
vorbereitet. Wir mússen neue Regulierungsmechanismen entwickeln.¬«
Dr. Marcel Machill, Jens Waltermann: Verantwortung im Internet,
Selbstregulierung und Jugendschutz, Seite 9f.; Verlag Bertelsmann
Stiftung, Gútersloh 2000
--
It was just like Romeo and Juliet, only it ended in tragedy
-- Milhouse [infowar.de]
10:17 |
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Verbreitung von kriminellen Informationen im Web nimmt zu
Montag 14. Juli 2003, 15:24 Uhr
Verbreitung von kriminellen Informationen im Web nimmt zu
New York (pte) - Chat-Gruppen, vor allem solche, die das Format IRC (Internet relay chat) benutzen, spielen eine immer bedeutendere Rolle im Online-Kreditkarten-Betrug. Das geht aus einem Report von Honeynet Project http://project.honeynet.org , einer internationalen Gruppe von Experten für Internetsicherheit, hervor. Demnach haben Kriminelle, die mit gestohlenen Kredit-Karten-Infos handeln, bisher allein gearbeitet. Honeynet Project konnte mit einem speziellen System, den sogenannten honeynets, die Hacker ausfindig machen und entdeckte dabei, dass mittlerweile ganze Organisationen hinter den Betrügereien stecken.Chat-Channels ermöglichen es großen Gruppen von Usern, ihre Taktiken für kriminelle Aktivitäten auszutauschen. Die IRC-Channels können nur von jenen Eingeweihten benutzt werden, die den genauen Server sowie den Namen des Channels kennen. Die meisten dieser Channels sind auf Websites außerhalb der USA installiert, zum Beispiel in so "exotischen" Ländern wie Aserbaidschan. Des weiteren muss der Interessent die geeignete Software installiert haben, um den Channel betreten zu können.Zu den größten der zum kriminellen Zweck verwendeten IRC-Channels zählen dem Report zufolge ccpower, ccinfo, masterccs oder cc. Auf diesen Channels werden Kreditkarten-Nummern und Informationen ausgetauscht. Außerdem werden Tutorials angeboten, in denen gelehrt wird, wie man hackt, anonym bleibt und Ähnliches. Die User dieser Channels stammen aus der ganzen Welt, wird eine Location geschlossen, öffnet sich bereits die nächste. Im vergangenen Jahr betrug die Gesamtsumme im Online-Kreditkarten-Betrug über 850 Mio. Dollar.
09:13 |
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Friday, 11. July 2003
Fiedler on Communication control on the Datahighway
At the netzzensur blog i have posted a (german language) summary of a talk given by Dr. Christoph Fiedler on "Communication control on the Datahighway". He drew interesting conclusions on the constitutional freedom of press and the special protections of press granted by the protection of press from police actions.
09:04 |
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Tuesday, 08. July 2003
Religious Law Makers Blocking Internet
In a continuing effort to remove all that is "corrupt and evil" from this world, religious leaders in some parts of the world, are increasingly instigating efforts to censor a range of information reaching people via internet. Filtering software, firewalls and monitoring of net usage at cafes has formed the bases of many censorship efforts. Pornography seems to be the major type information that is deemed offensive. In Saudi Arabia, officials are clamping down on internet cafes, while in Iran, the effort is aimed at getting ISP's to block objectionable material by issuing a list of degenerate websites deemed inappropriate. Pakistan is developing software to filter the internet, so that the people can be protected. Findlaw recently had a good article titled Hacking for Free Speech which goes into more detail, while the Hacktivismo or Peekabooty organisations a working on a number of projects related to internet censorship activism. Unfortunately religious morality and censorship is just one aspect of the deteriorating situation for freedom of press and speech internationally. [infoAnarchy]
12:43 |
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Tuesday, 01. July 2003
10.7., Düsseldorf: Kommunikationskontrolle auf öffentlichen Datenstraßen
"Kommunikationskontrolle auf öffentlichen Datenstraßen - Inhaltskontrolle des Internetzugangs durch staatliche Sperrverfügungen und durch Inhaltshaftung der Zugangsanbieter"
Rechtsanwalt Dr. Christoph Fiedler
(Peters Rechtsanwälte)
10.7.2003 (Donnerstag); 18.00 Uhr
Die Vorträge finden statt im Hörsaal 6 A (gegenüber der Fakultät).
14:05 |
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Monday, 30. June 2003
DRM circumvention research and the German constitution.
This spring Germany got legislation to transform the 2001 European copyright directive into German law.
The new law has a DCMA-like anti-circumvention clause:
§ 95a of the new German UrhG prohibits circumvention of technical protection measures and the production, import, distribution, sale, rental and advertisement of circumvention devices or services.
But the German legal structure will provide notable exceptions to this: Article 5 III of the German constitution reads: "Art and science, research and teaching are free. The freedom of teaching does not release from allegiance to the constitution." This constitutional rights can only be constrained by other constitutional rights, which means practically that the § 95a UrhG can't narrow scientist's rights to do research on technical protection measures for content. The administration acknowledged this fact by stating in their reasoning for the law: "Acts of circumvention committed solely for scientific purposes (e.g. cryptography) will not be prohibited."
This will create a new battlefield at the courts about the question if certain actions constitute "scientific research" or are just acts of commercial product development.
Thes will be a problem because a huge part of crypto research is not done in academic settings but by amateurs or in industry. Perhaps german researchers on DRM should create a working group with strong academic ties and publish their research through this working group documenting the scientiffic focus of their work.
May be germany will actually become a crypto-heaven by one day beeing the only (?) WIPO state which by law allows research in DRM systems.
10:38 |
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Google Censorship
Some English language remarks by the Transblawg about the ongoing debate in Germany about google.com returning different result sets when beeing accessed from different countries. Read more here.
Also browse TRansblawg's archive for older pices on this subject.
08:50 |
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Sunday, 29. June 2003
Swiss ISP is blocking all Internet access to some sites. Blocking just Web access is "too hard".
The german computer Magazine c't is reporting in it's actual issue (Heft 14, Seite 42,
30.06.2003) that the biggest ISP in Switzerland, "Bluewin", is blocking again sites being critical to the swiss system of justice. Bluewin is not only blocking Web access, but also email and presumably everything else, because blocking only web access would be "technically to hard".
In fall 2002 a judge ordered ISPs to block pages but in Spring 2003 a higher court dismissed the orders, see http://md.hudora.de/blog/guids/22/92/3321213426132496.html
This time the judge send no orders but a letter to ISPs mention the possibility of criminal prosecution against them.
Bluewin has a history of blocking dating at least back to 2001. In 2002 SIUG, the Swiss Internet Usergroup found that Bluewin is not only blocking critical and right-wing sites but also access to the homepages of their competition - see http://www.siug.ch/presse/Presse.20020405.html (in german)
11:31 |
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Saturday, 28. June 2003
Apple DRM experiments
Buzz Andersen is experimenting with Apple DRM . See Apple DRM Revisited
23:13 |
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Friday, 27. June 2003
Nochmal: Kiel und RSS.
Ich bin da wohl nicht der einzige: K.F. Lenz, Rainer Langenhan und Udo hatten ähnliche Probleme.
Da wurden aber anscheinend nur die Headlines verwendet, hier der ganze Content. Wie auch immer, unethisches verhalten.
09:22 |
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Monday, 23. June 2003
Internet Sperrungen in Deutschland und Anderswo
Eine "Sperrungs-Timeline" gibt es hier.
08:42 |
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disLEXia, a research project by Maximillian Dornseif
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